814.7 Piney River Campsite

Heute morgen sind wir erst mal eine halbe Stunde zum Frühstück zum Bluedogartcafe gelatscht. An der Tür fanden wir einen netten Zettel, dass sie ausnahmsweise heute geschlossen haben. Mist, die ganze Strecke umsonst gelaufen. Wo gehen wir jetzt stattdessen frühstücken? In diesem Moment hält ein älterer Herr mit seinem Auto an. Nach einem kurzen Gespräch hat er uns umsonst zu Burger King gefahren. Ich mag die Leute hier.

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Im Burger King hab ich erst mal die Frühstücksplatte Deluxe vertilgt. Für einen Hiker ein normales Frühstück, für andere vielleicht ein bisschen viel. Susan die Frau von Gary hat uns anschließend abgeholt und zum Motel gefahren. Dort schnell die Rucksäcke geschnappt und ausgecheckt.
Dann ging es mit Susan zurück zum Trail. Um kurz vor elf Start in den Wandertag.

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Zuerst ging es 2000 Fuß zum Bald Knob hinauf. Am Ende des Anstiegs dann die erste kurze Pause. Christine hat aus den Fehlern des Vortages gelernt und gleich ein angenehmes Tempo angeschlagen.

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Weiter ging’s zum Cold Mountain.

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Auf dem höchstem Punkt haben wir eine Pause eingelegt und die Aussicht genossen.

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Weiter ging’s über die Tar Jackez Ridge mit einem wunderschönen Ausblick.

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Den ganzen Tag haben wir Mitglieder des örtlichen Trail Clubs getroffen. Sie waren mit Mäharbeiten entlang des Trails beschäftigt. Diese Leute sind enorm wichtig für die Hiker. Ohne sie würde der Trail in kürzester Zeit zu wuchern.

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Am Salt Log Gap dann Pause mit Trail Magic. Nach einem verregneten Start bringt uns Christine dann doch Glück.

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Am Ende des nächsten Anstiegs campte ein älterer Herr. Er machte uns auf die herrliche Aussicht von einem Felsen aufmerksam. Ein netter Kerl. Einzig dass er ständig erwähnte dass er noch ein Feuer für seine Steaks machen muss, machte ihn aus Hikersicht ein bisschen unsympathisch.

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Anschließend ging es nur noch den Berg runter. Heute haben wir unseren neuen Kaffee genossen. Lecker.

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802.6 Buena Vista

Es hatte die ganze Nacht geregnet. Also wurde das Zelt heute morgen nass eingepackt. Übrig blieben nur zwei trockene Flecken im Wald.

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Auf dem Weg nach Buena Vista dann wieder ein Meilenstein. 800 Meilen geschafft. Oder haben uns die 800 Meilen viel mehr geschaff?

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An der Straße mussten wir dann erst mal auf Gary Christines Chauffeur warten. Dabei haben wir dann noch erfahren, dass der Goldfisch vom Vortag inzwischen eine neue Bleibe gefunden hat. Es gab also ein Happyend.

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Gary hat uns dann schnell ins Motel gefahren und anschließend zu Burger King. Endlich mal wieder spachteln was das Zeug hält.

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Zurück sind wir dann zum Motel gelaufen und haben dabei beschlossen, dass der Weg zur Laundry viel zu weit zu Fuß ist. Christine hat uns beim Motelbesitzer eine Fahrer für die Stadt organisiert. Aber zuerst wurde das Zelt zum trocknen hinter dem Haus aufgebaut, geduscht und erst mal geschlafen. Paul unser Fahrer hat uns anschließend zur Laundry kutschiert. Ein sehr netter Kerl.

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Anschließend wurden wir von Paul auch noch zum Food Lion und zum Mexikaner gefahren. Er hat uns dort sogar noch nach einer Stunde abgeholt und zum Motel gefahren. Am Ende wollte er nicht mal die fünf Dollar nehmen, die wir ihm zusätzlich gegeben hatten. Die Leute hier sind wirklich nett und versuchen den Hikern zu helfen. Ach ja No Steps hat mich mit seinen Margaritas angefixt. Ein Teufelszeug man kann einfach nicht mehr aufhören zu trinken.

795.8 Pedlar River Bridge Campsite

In der letzten Nacht wurden wir von Blitz und Donner geweckt. Es hatte bereits angefangen zu regnen. Also schnell das Fly an unserem Zelt schließen, damit Rucksack und Schuhe nicht nass werden. Das war knapp.
Am Morgen dann alle Sachen zum trocknen aufgehängt. Ist nicht alles trocken geworden. Kein Wunder bei gefühlt 100 % Luftfeuchtigkeit.

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Los ging es mit dem Aufstieg zum Little Rocky Row. Christine hat gleich ein Tempo angeschlagen, als ob es oben einen Bergpreis zu gewinnen gäbe. Wir haben sie erst mal eine halbe Stunde gewähren lassen. Total verschwitzt und außer Atem haben wir dann aber gemeinsam festgestellt, dass wir bei dem Tempo das Ziel wohl schon um 16:00 Uhr erreichen würden. Ein bisschen früh. Also langsamer laufen.

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Vom Little Rocky Row konnte man an diesem Tag einen tollen Ausblick genießen, zumindest wenn man auf Grau in Grau steht.

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Weiter ging’s mit dem Aufstieg zum Big Rocky Row auch hier lässt die Aussicht keine Wünsche offen. Grau.

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Im Abstieg auf dem Blue Rige Parkway kam Christine dann auch gleich in den Genuss ihres ersten Trail Magics. Die Frau von Astroboy, einem ehemaligen Astronauten, wartete dort mit kiloweise Muffins auf ihren Mann. Er läuft den Trail mit seiner Tochter und wird von seiner Frau versorgt. Toll.

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Dieses possierlichen Tierchen trägt einen Goldfisch ins Tal, den er in einer Quelle gefunden hat. Hoffentlich verwechselt er beim Trinken die Flaschen nicht.

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Nach dem Trail Magic ging es mit gut gefüllten Mägen weiter runter zur Pedlar River Bridge.

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Dort sollte sich eigentlich eine Campsite befinden. Gefunden haben wir aber nur jede Menge Schilder mit dem Hinweis, dass das Privatland ist und so gut wie alles außer Atmen verboten ist.
Am Ende haben wir dann nur unser Trinkwasser aus einem nahen Bach mitgenommen und eine knappe Meile später neben Trail gecampt. Natürlich hat es gerade beim Zeltaufbau wieder zu pissen begonnen, so dass wir kein Lagerfeuer machen konnten. Jetzt können wir gleich auch noch testen, ob man in diesem Zelt auch zu zweit Essen kochen kann.

782.5 Johns Hollow Shelter

Heute Nacht haben wir mal wieder im Shelter geschlafen da es nach Regen aussah. Aber wir hatten Glück und es blieb trocken. Trotz ordentlichem Wind sind die Fliegen ziemlich aktiv, besonders die großen Brummer sind kaum abzuschütteln.
Heute treffen wir uns ja mit Christine um 15:00 Uhr an einer Brücke. Bin gespannt ob das klappt und freue mich schon drauf.

Von einem Parkplatz konnte man den ersten Ausblick auf die Umgebung genießen. Leider ist heute sehr viel Feuchtigkeit in der Luft und die Sicht damit getrübt.

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Nach der Aussicht folgte der Abstieg nach Petites Gap mit einer kurzer Pause.

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Der darauf folgende Aufstieg ist im AT Guide leider nicht benannt, war aber trotzdem ganz nett.

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Weiter ging’s in Richtung Matts Creek Shelter.

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Auf dem Weg zur Brücke ein kurzer Stop. Eine Schildkröte lag etwa 10 Meter oberhalb des Flusses auf dem Trail. Hat bestimmt lange gedauert da hoch zu kommen. Ein kleiner Schups … war nur so ein Gedanke.

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Um 14:57 sind wir dann an der James River Fußgängerbrücke eingetroffen. Wie es sich für Deutsche gehört pünktlich.

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Auf der anderen Seite wartete Christine schon sehnlichst auf uns. Schön sie endlich wieder zu sehen. Sie hat uns sogar unser eigenes Trail Magic mit Bananen und Trauben mitgebracht. Super.

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Nach zwei Meilen war Christines erster Wandertag am Shelter dann schon wieder zu Ende. Ein paar Hiker hatten Bier mitgebracht, welches wir für die letzte Banane eingetauscht haben.

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766.2 Thunder Hill Shelter

Heute wieder nur ein kurzer Tag von zehn Meilen. Dafür ist der Tag mit einigen Anstiegen versehen. Bevor es aber los ging blieb endlich Zeit ein paar Blogeinträge zu schreiben, da bin ich nämlich ganz schön in Verzug. Lange machte das aber keine Spaß, da die kleinen Blackflys einen förmlich auffrasen. Lag wohl auch daran, dass heute morgen absolut kein Wind wehte.
Da wir massig Zeit hatten, haben wir die erste Pause bereits nach nur 3 Meilen und 1600 Fuß eingelegt. Dazu noch ein Feuer um die Fliegen zu vertreiben.

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Weiter den Berg hinauf, der übrigens Floyd Mountain heißt.

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Eine ausgedehnte Mittagspause am Cornelius Creek Shelter mit Chicken und Rooster einem älteren Ehepaar.

Auf dem Weg zum Black Rock Overview hab ich dann drei Rehe auf einen Schlag gesehen. Bisher sind sie mir nur einzeln begegnet, gerne auch dann wenn man gerade unpässlich war.
Der Ausblick vom Felsen war toll, allerdings musste man dazu an einem Baum entlang auf den Felsen klettern. So mancheiner dürfte da Schwierigkeiten haben.

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Auf dem Apple Orchard Mountain dann ein weiteres Highlight auf dem AT, die Guillotine. Bisher musste aber noch keiner dran glauben.

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Zur besten Kaffee und Kuchenzeit sind wir dann am Shelter eingetroffen. Heute war sogar ein Mittagsschläfchen drin. Fast wie Urlaub nur ohne weitere Annehmlichkeiten.

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Eigentlich wollten wir noch unsere Zelte aufbauen. Da aber Regen drohte, die einzig akzeptablen Zeltplätze belegt und wir alleine im Shelter waren, blieben die Zeltr heute im Rucksack. 

756.0 Bryant Ridge Shelter

Wir hatten Glück, heute Nacht kam kein Ranger vorbei. Also gleich mal das Zelt abbauen und erst später frühstücken.

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Beim Frühstück gab es auch den ersten Lacher des Tages. Nachdem wir den geschenkten Kaffee von Lopsing verbraucht hatten, haben ich neuen in Daleville besorgt. Super Kaffee, aber leider ganze Bohnen. Bisschen unpraktisch für uns Hiker immer eine Kaffeemühle mitzuschleppen.

Nach dem Frühstück ging es dann los einen leichten Anstieg parallel zu einer Straße entlang. Zwischendurch immer wieder schöne Aussichten.

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Der zweiter Lacher des Tages dann auf einem der Parkplätze auf der Straße. Ein Bär hatte dort versucht einen Mülleimer zu zerlegen. Man konnte anhand der Spuren sehen, dass er sich mächtig ins Zeug gelegt hat. Leider ohne Erfolg für den Bär. Die Amis scheinen über Erfahrung im Umgang mit Bären zu verfügen.

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Die erste Pause wurde am Bearwollow Gap eingelegt. Dort trafen wir Redbeard, der leider auf Grund seiner Pollenallergie in die Stadt muss. Ich bin zum Glück bisher verschont geblieben. Vielleicht bin ich nur gegen europäische Bäume allergisch. Mir soll es recht sein.

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Weiter ging die Wanderung durch die blühende Landschaft.

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Hier der Ausblick vom Cove Mountain auf die Berge der nächsten Stunden.

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Am Cove Mountain Shelter dann Mittagspause. Da wir heute nur 13 Meilen machen, wissen wir gar nicht so recht, was wir mit der vielen Zeit anfangen sollen.

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Also den Berg runter und erst mal am Jennings Creek schwimmen gehen. War super erfrischend, aber nicht für jeden zu empfehlen. Ich war gerade aus dem Wasser heraus, als eine Schlange genau an der Stelle schwamm, an der ich kurz zuvor noch gewesen bin. Hatte dann irgendwie auch keine Lust mehr noch mal ins Wasser zu gehen.

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Nach dem Schwimmen folgte der Fork Mountain. 1000 Fuß hoch und gleich wieder runter. Da war sie hin die Erfrischung. Aber es kam ja auch gleich der Bryant Ridge Shelter, ein großer Shelter für 20 Personen. Um 17:00 Uhr waren wir schon da. Aber ich habe es vorgezogen im Zelt zu schlafen. Nachdem No Steps entdeckt hatte, dass es im Shelter nur so vor Stechfliegen wimmelt, hat er auch sein Zelt aufgebaut.

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742.5 Bobblets Gap Shelter – Parkplatz

Um 9:30 Uhr ging’s wieder mit vollem Gepäck aus dem Super 8 los. Leider hat No Steps seinen Hut verloren, an dem für ihn viele Erinnerungen hängen. Wir betrachten es mal als Opfergabe an den Trailgott. In wenigen Tagen treffen wir auch Christine. Ich freue mich schon riesig.
Am Rande der Stadt ging es gleich wieder auf den Trail, nur an den weißen Markierungen zu erkennen.

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Weiter über einen schönen Wiesenweg.

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Ganz schön warm war es heute morgen schon. Aber im Schatten mancher Bäume konnte man schön schlendern,  soweit man bei 15 – 20 Kilo auf dem Rücken von schlendern sprechen kann.

Weiter ging’s unter der Interstate Autobahn durch

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über einen Bahndamm

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und den Berg im Hintergrund hinauf.

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Am Fuße des Berges trafen wir dann auf einen weißen Hund.

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Kein Herrchen weit und breit zu sehen. Vielleicht gehört sie zu den Häusern in der Nähe. Auf jeden Fall folgt sie uns erst mal. Wir gehen weiter den Berg rauf
Vielleicht ist es ihr Revier. Wir gehen weiter. Mist sie folgt uns jetzt schon eine Meile den Berg hoch und hechelt ordentlich. Vielleicht können wir ihr bei der Wärme davon laufen. Keine Chance, wenn sie zu weit von uns weg ist, benutzt sie eine Abkürzung. Und jetzt sag mal in einem fremden Land einem fremden Hund er soll sich verpissen. Sit funktioniert, aber wenn wir losgehen geht sie mit. Stay ist entweder das falsche Kommando, oder sie ignoriert es einfach. Geholfen hat dann erstmal ein energisches Go Home! Aber ein paar Hiker, die uns überholt haben erzählten uns, dass sie nicht weit weg auf dem Trail wartet. Schlussendlich kamen ein paar Southbounder, die uns versprachen, den Hund wieder in die Stadt mitzunehmen, was dann auch funktioniert hat. Gott sei Dank.

Herrliche Aussichten gab es natürlich auch. Hier auf dem Weg zum Fullhardt Knob Shelter.

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Erste Pause dann am Curry Creek, heute läuft es gut.

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Weiter dann über die Bergkette mit blühenden Rododendronbäumen, bei denen jeder Gärtner vor Neid erblasst.

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Eine Pause noch am Blackhorse Gap bevor es zum Bobblets Shelter weiter geht.

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Davor noch den Ausblick am Harveys Knob genießen.

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Leider war der Shelter bei unserer Ankunft schon total überfüllt und campen auf Grund der Hanglage unmöglich. Also konnten wir nur Wasser mit nehmen und mussten mit unserem schweren Gepäck weiter. Nicht weit entfernt haben wir zum Kochen ein schönes Plätzchen an einer Brücke gefunden. Ich weiß schon, wie die Penner. Gecampt haben wir dann allerdings an einem Rastplatz in der Nähe, immer in der Angst, dass der böse Park Ranger kommt und uns von dort weg scheucht.

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